Ein kleine lustige Geschichte über unsere 3 Laufenten, die haben zwar andere Namen, aber das spielt keine Rolle ob hier die richigen Namen genannt werden.
Wir sind zu dritt. Drei Damen von Welt. Drei Laufenten mit Haltung, Stil – und einem ziemlich ausgeprägten Sinn für Unsinn.
Ich bin Frieda. Die mit dem Blick fürs Wesentliche. Also: Futter. Neben mir watschelt Hilde, die glaubt, sie sei für die Sicherheit im Garten zuständig. Und dann ist da noch Lotte. Lotte hält sich für eine Künstlerin, seit sie einmal mit Schlamm ein „Muster“ auf den Salat gespritzt hat.

Unser Reich ist der Gemeinschaftsgarten. Ein Paradies, sagen die Menschen. Ein Buffet, sagen wir.
„Achtung! Bewegung am Kompost!“ zischt Hilde eines Morgens und streckt den Hals so weit nach vorne, dass sie fast umkippt.
„Das ist nur der Wind,“ sage ich und picke weiter in der Erde. Jackpot: ein fetter Wurm.
Lotte bleibt stehen, betrachtet eine Pfütze und murmelt: „Seht ihr, wie sich der Himmel darin spiegelt? Das ist Kunst.“
„Das ist Matsch,“ sagt Hilde.
„Matsch mit Aussage,“ korrigiert Lotte würdevoll.
Wir marschieren in Formation – also mehr oder weniger. Eigentlich laufen wir wie drei Gedanken, die gleichzeitig durch den Kopf huschen, aber nie am selben Punkt ankommen.
Unser Tagesplan ist streng organisiert:
- Fressen
- Noch mehr fressen
- Den Menschen zeigen, dass wir beim Schneckenproblem „helfen“ (was wir tatsächlich tun – wir sind Profis)
- In Beeten herumlaufen, in denen wir angeblich nichts zu suchen haben
- So tun, als hätten wir davon noch nie gehört
„Warum regen sich die Menschen immer auf?“ fragt Lotte, während sie durch ein frisch bepflanztes Beet spaziert.
„Weil du gerade ihre Möhren platttrittst,“ sage ich.
„Ich inspiriere die Möhren,“ sagt sie.
Hilde bleibt plötzlich stehen. „Still! Ich habe etwas gehört.“
Wir frieren ein. Absolute Stille.
Ein Blatt fällt vom Baum.
Hilde flüstert: „Verdächtig.“
Ich seufze. „Das war ein Blatt.“
„Genau das würde ein Einbrecher sagen,“ meint sie ernst.
Am Nachmittag kommt oft der große Moment: die Schneckenjagd. Für uns ist das kein Job. Das ist Berufung. Leidenschaft. Lebensinhalt.
„Da! Links!“ ruft Hilde.
Ich schnappe zu. Treffer.
Lotte klatscht mit den Flügeln. „Bravo! Das hatte Dramatik!“
Die Menschen schauen dann immer ganz zufrieden.
„Die Enten machen das super,“ sagen sie.
Natürlich tun wir das. Wir sind schließlich keine Anfänger.
Später, wenn die Sonne untergeht, stehen wir nebeneinander und schauen über den Garten.
„Ein guter Tag,“ sage ich.
„Keine Einbrecher,“ ergänzt Hilde stolz.
„Und viel Kunst,“ seufzt Lotte und blickt auf ihre matschigen Fußabdrücke.
Wir sind vielleicht nur drei Laufenten in einem Gemeinschaftsgarten.
Aber wenn du uns fragst, läuft hier ohne uns… gar nichts. 🦆🦆🦆